
… ob die Uhren zum Ende des Jahres hin schneller laufen? Es fühlt sich ein bisschen so an! Die letzten drei Monate waren jedenfalls ziemlich voll und ich durfte viele schöne Erinnerungen sammeln. Während es die letzten Jahre musikalisch relativ ruhig war, hatte ich 2025 einen grandiosen Konzertmarathon und alleine im letzten Quartal waren es vier Stück.
Dafür hat mein Immunsystem mich zeitweise wieder etwas im Stich gelassen und mein Kopf war gleichzeitig sehr laut und viel zu leise. Das kann ganz schön anstrengend sein! Mal sehen, ob ich das jetzt etwas geordnet bekomme!


Oktober ist mein absoluter Lieblingsmonat. Der Übergang von September hin zu Oktober ist meistens noch angenehm warm, die Blätter verfärben sich nach und nach und die Mischung aus roten, orangen und gelben Blättern, die im Wind rascheln, macht für mich jeden Waldspaziergang zu etwas ganz Besonderem. Der goldene Herbst – meine Lieblingsjahreszeit!
Anfang Oktober waren William und ich deshalb im Grunewald für einen ausgedehnten Spaziergang mit Kakao und Kaffee durch die Natur. Wald und Wasser haben eine beruhigende Wirkung auf mich und laden irgendwie auch zu tollen Gesprächen ein. Wie geht es euch da?
Mein persönliches Highlight sehr ihr auf dem Bild oben links – wir haben ein Rascheln im Baum neben uns gehört und durften dann vier Waschbären dabei beobachten, wie sie weiter hoch geklettert sind. Kontaktversuche lehnten sie allerdings strikt ab … sehr lautstark, um das an dieser Stelle anzumerken. Ich liebe Waschbären – wie süß können diese Tierchen bitte aussehen?
Ende Oktober, im Urlaub, hat mich dann eine schlimme Erkältung erwischt, die ich prompt an den kleinen Raben weitergegeben habe … die Woche zuhause war also mehr Taschentücher und Tee als Ausflüge und Ferienstimmung.
Das hieß aber leider auch: Keine Halloween Party und kein „Trick or Treat“ in der Nachbarschaft für uns. Die letzten beiden Jahre war uns Halloween leider nicht gegönnt, irgendwas ging immer schief.
Immerhin waren wir irgendwie fit genug für das Irie Révoltés Konzert Ende Oktober – das erste Punkkonzert des kleinen Raben! Ich muss dazu sagen: 2017 hatte ich ein Ticket für das Berlin Konzert der Abschiedstour und konnte nicht hingehen, weil ich die Zeit mit Säugling knallhart unterschätzt habe und der kleine Rabe die Flasche ohnehin absolut verweigert hat, einfach mal Milch abpumpen wäre also nicht drin gewesen. Umso schöner, dass wir die IRIEUNION Tour dann gemeinsam mitnehmen durften!

Manchmal gibt es lustige Zufälle – so auch vor dem Konzert! Am Abend vorher hat mir Inka geschrieben, dass sie ein Konzertticket hat und ihre Begleitung abgesagt hat, sie nicht alleine gehen möchte und deshalb darüber nachdenkt das Ticket abzugeben… UND da wir Tickets für das selbe Konzert hatten, wurde daraus einfach eine größere Runde und wir hatten einen tollen Abend gemeinsam. Der kleine Rabe hat getanzt, gefeiert und ihre eigene Irie Révoltés Fahne geschwenkt und ich bin so stolz auf meine Tochter, die mit ihren acht Jahren lautstark „Alerta, Alerta, Antifascista“ ruft (damit hat sie nebenbei bemerkt mit knapp drei Jahren angefangen)! Und ja, sie weiß, was das bedeutet!


Und mit Punk ging es auch weiter, denn Anfang November hatten wir, gemeinsam mit zwei Herzmenschen, Tickets für das ZSK Kinderkonzert in Berlin. Was wäre besser, als gemeinsam mit der besten Freundin in der ersten Reihe zu stehen (zumindest kurzweilig) und zu richtig cooler Musik zu feiern?
Die beiden Mädels hatten einen richtig tollen Nachmittag, haben fleißig getanzt, mitgesungen und auch hier wieder ein klares Statement gegen Rechts gesetzt. Liebe sehr, dass unsere Kinder zu Liedern mit Lyrics wie „Alle meine Freunde, hassen die AfD“ oder „Egal wo ihr auftaucht, wir sind zuerst da – Alerta, Alerta, Antifascista“ feiern!
An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an ZSK (unbezahlte Werbung, da Verlinkung) für die tollen Kinderkonzerte! Es war von Anfang bis Ende wirklich grandios geplant und durchdacht. Es gab einen extra Kinderbereich vor der Bühne, der für Erwachsene (eigentlich … chrmchrm) Tabu war, es wurde an die Kopfhörer für die Kinder erinnert und darauf geachtet, dass sich alle wohl fühlen.
Besonders toll fanden die Kinder das Konfetti (wir mussten davon extra was mitnehmen, kommt in die Erinnerungskiste!) und die Geschenktüte am Schluss. Der Süßkram wurde bereits auf dem Weg zur Bahn fast restlos vernichtet und zuhause wurde dann das Buch „Nikas erstes Punkkonzert“ gelesen.
Das Fazit der Kids: Wenn es nächstes Jahr wieder ein Konzert gibt, wollen wir auch hin!
2025 war wunderbar zu mir, denn ich hatte das große Glück, dass ich Marilyn Manson gleich zwei Mal live sehen durfte. Im Februar in der Columbiahalle und im November in der Max-Schmeling-Halle! Ich verlinke euch mal meinen Beitrag von Februar – hier -, falls ihr Lust habt nochmal nachzulesen.
Gemeinsam mit Inka und William durfte ich diesen besonderen Abend und die damit verbundenen Erinnerungen teilen und ich bin unglaublich dankbar dafür – ein weiterer Marmeladenglasmoment 2025!
Die Organisation vor Ort war etwas verwirrend – es gab super lange Schlangen, doch wir wurden einfach daran vorbei geschickt und standen dann vorne um uns wieder auf Schlangen aufzuteilen, aber nachdem der Einlass geschafft war, war es gar nicht mehr so unübersichtlich, wie der Start hätte befürchten lassen.
Bevor wir in den Stehraum gegangen sind, habe ich mich noch mit neuen Shirts ausgestattet und wäre es nicht Marilyn Manson, hätten mich die Preise vermutlich davon abgehalten zwei Shirts zu kaufen. Wieso sind Konzerte und Merchandise mittlerweile eigentlich so teuer?


Das Konzert selbst war einfach nur grandios! Marilyn Manson scheint es wieder richtig gut zu gehen und er hat auf der Bühne wirklich so viel Kraft und Energie ausgestrahlt! Und er hat nicht nur Songs von seinem neuen Album gespielt, sondern auch viele Klassiker!
„I don´t like the drugs, but the drugs like me“ und „coma white“ waren meine persönlichen Highlights und auch „this is the new shit“ war wirklich grandios. Besonders begeistert hat mich mOBSCENE inklusive original Schriftzug, der von der Decke runter gelassen wurde.
Punktabzug gibt´s nur für die Soundqualität, die war in der Columbiahalle (m.M.n.) deutlich besser – aber das liegt an der Halle, nicht an Marilyn Manson – und vielleicht den Wochentag. Nächstes Mal bitte Freitag/Samstag und vielleicht auch mal dann, wenn man keine dicke Jacke braucht.
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte er natürlich auch noch viele, viele Zugaben spielen dürfen – hach, ich bin so glücklich darüber und dankbar dafür für beide Konzerte Tickets bekommen zu haben! Was für ein Jahr, was für ein Jahr! Ich habe die große Hoffnung, da gerade „ONE ASSASINATION UNDER GOD – CHAPTER 2“ in Arbeit ist, dass es noch eine Tour geben wird. Ticketalarm ist auf jeden Fall aktiviert!


Seit Jennifer Rockstock Zeiten dabei, bereits live gesehen, aber Yaenniver ist eine Naturgewalt – ich habe kein passenderes Wort dafür!
Diese Energie – diese Kraft, es war ein unglaubliches Gefühl dabei gewesen zu sein und ich vor allem die Chemie zwischen Jennifer und Elmar war etwas sehr Besonderes!

Der krönende Abschluss meines 2025er-Konzert-Marathons war das Yaenniver Konzert im November!
Zugegeben: Dieser Konzertbesuch war für mich eine ziemlich große Überwindung. Ich habe mir das Ticket gemeinsam mit einer signierten Schallplatte bestellt, eine Freundin wollte eigentlich mitkommen, da ging aber bei der Bestellung was schief und so war das dann kurzfristig mein erster Konzertbesuch alleine. Ich hatte vorher kurz Panik, dann aber entschieden, dass 2025 noch einen Mutausbruch vertragen kann und bin hingegangen! ZUM GLÜCK, denn das Konzert war unbeschreiblich! Und ganz alleine war ich dann doch nicht, denn eine liebe Followerin auf instagram hatte auch Tickets für das Konzert und wir haben uns dann vor der Bühne getroffen.

Eine Message, die ich mitgenommen und mir zu Herzen genommen habe, war wie Jennifer über ihre Beziehung und vor allem über Elmar als Mensch gesprochen hat. Sie sagte, er ist ihr bester Freund und gleichzeitig auch ihr größter Supporter – Frauen* sollten sich nie mit weniger zufrieden geben. Und damit hat sie absolut Recht!
In diesem Sinne: „Lebe stets so, dass das Patriarchat etwas dagegen hat!“ und das geht am Besten in einem „Angry Woman“ Hoodie!

Mein großes Problem ist – und ich fürchte, damit können viele Mütter relaten -, dass ich als Elternteil nun mal „funktionieren“ muss, denn auch wenn mein Leben ins wanken gerät oder mein Kopf auf seine Achterbahnfahrt nicht klar kommt, habe ich Verantwortung für jemanden und muss dieser gerecht werden.
Viel wichtiger, und daran arbeite ich jetzt, ist Prioritäten setzen. Mein kleiner Rabe hat für mich oberste Priorität – und das ist gut und richtig so – und trotzdem muss auch ich mich zur Priorität machen, denn – um ein sprachliches Bild zu nutzen – du kannst niemandem Wasser eingießen, wenn dein Glas komplett leer ist.
Ich bin Perfektionistin und es muss nicht alles perfekt sein! Puh, das zu verinnerlichen wird ein hartes Stück Arbeit. Und es ist nicht schwach um Hilfe zu fragen – um Hilfe zu fragen und Hilfe annehmen zu können, ist stark und mutig. Für alle von euch, die das vielleicht gerade auch mal lesen mussten!
Ihr seht, mein letztes Quartal 2025 war vor allem musikalisch geprägt und mit tollen Konzerten gefüllt. Der Alltag war dafür aber leider auch ganz schön fordernd, denn zu den „gewöhnlichen“ Alltagsaufgaben kommen im Dezember bekanntlich noch viele Aufgaben oben drauf, die aus „Mental Load“ ziemlich schnell „Mental Overload“ machen können.
Ich habe in allen Bereichen meines Lebens mal wieder nicht gut auf mich geachtet, meine persönlichen Grenzen zu meinen Ungunsten verschoben und mir mehr zugemutet, als gut für mich war. Und die Rechnung musste ich dann im Dezember begleichen – ob ich wollte oder nicht, denn meine Psyche hat „STOPP“ gebrüllt, nicht mehr geflüstert, nicht mehr gerufen, nein GEBRÜLLT.
Mittlerweile hat sich mein Kopf beruhigt und ist nicht mehr gleichzeitig sehr laut und leise, aber ich muss wirklich aufpassen und mein Stressmanagement verbessern.


#redhairdontcare und Soulfood – Zimtschnecken gehen einfach immer! – haben auf jeden Fall dabei geholfen das Chaos in meinem Kopf zu ordnen, ein paar Regalbretter abzustauben und den gröbsten Mist raus zu fegen.
Gut, vielleicht hatte auch das Bullet Journal und Tagebuchschreiben was damit zu tun, aber Haare färben und Zimtschnecken würde ich trotzdem jedem empfehlen.
Aus der Vorweihnachtszeit habe ich dann jedenfalls so viel Mental Load gestrichen, wie irgendwie möglich war – es ging nicht um ein perfektes (das gibt es ohnehin nicht), sondern um ein schönes Weihnachten! Und das hatten wir auf jeden Fall!
Und was soll ich sagen? Was mir bei Chaos im Kopf grundsätzlich immer hilft, ist Veränderung auf dem Kopf. Zum Leidwesen meiner Haare, aber die mussten da durch und haben es verhältnismäßig sogar gut weggesteckt.
Nach dem Blondieren – was ein Ritt, die längen haben sich beim letzten Mal vor knapp einem halben Jahr nämlich überhaupt nicht aufhellen lassen und ich hatte Panik, dass es auch dieses Mal nicht funktioniert … die Konsequenz wäre gewesen, dass ich die Haarschneidemaschine raushole und wieder nen Sidecut schneide, den ich drei Wochen später bereut hätte – musste ich feststellen, dass die Ansätze echt gut aufgehellt waren, die Längen aber eher so lala waren. Kupfer, meine erste Idee, hat mich dann nicht so richtig glücklich gemacht, aber es war sowieso immer rot!


Der kleine Rabe war eine ganze Weile damit beschäftigt die Geschenke auszupacken und das Christkind war dieses Jahr schon wieder echt fleißig. Auf dem Wunschzettel standen einige echt tolle Sachen und so ist sie jetzt stolze Besitzerin einer Strickmaschine, einer Armbandmaschine und diverser Sets zum Kristalle züchten und Seifen herstellen. Ach und irgendwie ist ein pastellbunter Affe auch mit eingezogen!
Danach gab es Kartoffelsalat und Vischstäbchen (das „V“ ist Absicht) und um den Tag abzuschließen, wollte ich ihr eigentlich „Die kleine Hexe feiert Weihnachten“ vorlesen – doch wie groß der kleine Rabe mittlerweile ist, hat mich spätestens in diesem Moment eingeholt, denn dieses Jahr hat sie mir das Buch vorgelesen.
Wie viele magische Weihnachten es wohl noch geben wird? Unser Wichtelpaar Snorre und Jonte soll auf jeden Fall nächstes Jahr nochmal einziehen!
Zu beginn der Adventszeit hatten der kleine Rabe und ich bereits die ersten Plätzchen gebacken und wollten das kurz vor heilig Abend mit ihrer besten Freundin wiederholen – eine jährliche Tradition, doch dieses Mal hat es die Herzfamilie erwischt und wir mussten das leider ausfallen lassen.
Am Tag vor Heilig Abend gab es dann also nochmal in unserer Wohnung Plätzchenduft und das verzieren mit buntem Zuckerguss und Streuseln war die perfekte Beschäftigung für den 24sten vormittags.
Damit das Christkind Gelegenheit hatte Geschenke unter den Baum zu legen, waren wir Kerzen für meine Opas, meine Oma und – zum ersten Mal – auch für Monkey anzuzünden. Wir haben zufällig die Hebamme getroffen, die damals die Nachsorge gemacht hat und sie hat sich noch an uns erinnert – das war ehrlicherweise ein besonderer Moment, mit dem ich gar nicht gerechnet habe.


Wir sind dann, etwas kurzfristig, für eine Nacht nach Prag gefahren und haben das Jahr dort ausklingen lassen.
Der Plan war richtig gut – wir haben nur nicht bedacht, dass die Restaurants ihre Küchen an diesem Tag früher schließen und statt böhmischer Küche gab es dann Pommes!
Prag verzichtet aus Umwelt-, Kosten- und Tierwohlgründen auf ein öffentliches Feuerwerk und wir haben eigentlich auf einen ruhigen Jahreswechsel gehofft. Tja, auch hier konnten sich Privatpersonen (unter uns: MÄNNER) nicht kontrollieren und es war viel mehr, als wir erwartet hatten. Ich hoffe sehr, dass endlich ein einheitliches Verbot kommt. Ja, es sieht schön aus, aber dieser kurze Moment ist den Preis, den andere Lebewesen dafür zahlen müssen, einfach nicht wert. Freut euch über Wunderkerzen!
Euch allen ein frohes, gesundes, neues Jahr – auf dass 2026 viele schöne Momente, toller Erfahrungen und viele Chancen bringt!

Wenn es nach mir gehen würde, dürften wir gerne Jul feiern, aber ich glaube, das braucht noch ein bisschen.
Für mich habe ich Jul zelebriert und nutze die Rauhnächte für mich, für Reflektion und für Ruhe. Die Zeit zwischen den Jahren ist schon wirklich magisch. Das „13 Wünsche Ritual“ ist ein Brauch, der mich mittlerweile seit vielen Jahren begleitet und ich bin gespannt, welchen der Wünsche ich nicht ans Universum weitergegeben habe. Das wird meine Aufgabe für 2026.
Den Jahreswechsel wollten wir nicht in Berlin verbringen. Die letzten Jahre wurde es immer schlimmer und ich verstehe wirklich nicht, wieso es nach den Vorkommnissen letzten Jahreswechsel immer noch kein Verbot für private Pyrotechnik gibt.




